Theater TV Logo

DAPHNIS – LOST LOVE – Blick hinter die Kulissen


Veröffentlicht am 03.12.2017


DAPHNIS – LOST LOVE

BALLETT VON JÖRG MANNES

MUSIK DAPHNIS ET CHLOÉ VON MAURICE RAVEL UND SINFONIE NR. 8 VON PHILIP GLASS
URAUFFÜHRUNG SA, 09.12.2017, 19:30 UHR

Jörg Mannes nimmt mit Daphnis – Lost Love einen Klassiker des Ballettrepertoires in den Fokus und macht den energiegeladenen, sprechenden Körper zum eigentlichen Zentrum seines Balletts. Die Emotionen hinter der überlieferten Erzählung werden zum Thema des Abends. Mannes wendet sich mit seinem Stück bewusst dem Heute zu, und doch bleiben die Bezüge auf das Original unverkennbar. Paris erlebte 1912 mit der Uraufführung von Daphnis et Chloé einen weiteren sensationellen Erfolg der Ballets Russes, die damals in Europa künstlerisch tonangebend waren. Libretto und Choreographie des neuen Werkes stammten von Michel Fokine. Ein Kompositionsauftrag ging an Maurice Ravel. Die inhaltlichen Vorgaben aus dem damals populären Schäferroman Daphnis und Chloe des Longos aus dem 3. Jahrhundert behandelte Ravel sehr frei – zugunsten seiner eigenen Griechenland-Visionen. Seine atmosphärisch dichte und farbenreiche »Choreographische Suite in drei Teilen« für Orchester und Chor begeistert bis heute. Ihr stellt Jörg Mannes die Sinfonie Nr. 8 von Philip Glass gegenüber. Von den Gegensätzen der beiden musikalischen Werke inspiriert, lotet der Choreograph Widersprüche und Brüche aus, zeigt aber auch Linien auf, schafft Verbindungen und lässt so ein Gesamtbild entstehen. Zudem hält Daphnis – Lost Love eine weitere Überraschung bereit: Jörg Mannes präsentiert sich zum ersten Mal auch als Video-Künstler.